Zürich - Beim Cybathlon 2020 haben 51 Teams aus 20 Ländern Assistenzsysteme für Menschen mit Behinderungen präsentiert. Die ETH Zürich hat den Wettbewerb zum zweiten Mal organisiert. Unter den sechs Gewinnern sind zwei Schweizer Teams.

 

cybathlon

Der von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zum zweiten Mal nach 2016 organisierte Cybathlon 2020 ist am Samstag zu Ende gegangen. An dem Wettbewerb nahmen laut einer ETH-Mitteilung 51 Teams aus 20 Ländern teil. Sein Ziel sei es, nicht nur Aufmerksamkeit für Menschen mit Behinderung zu generieren, sondern auch global Synergien zu fördern, „um den Stand der Technologie voranzubringen und die Inklusion zu stärken“. Zwei Schweizer Teams zählen zu den sechs Gewinnern. Insgesamt schickte die Schweiz in den sechs Disziplinen zehn Teams ins Rennen. Fünf davon stehen in Verbindung mit der ETH Zürich.

Wegen der Pandemie konnten die Teams nicht wie bei der ersten Ausgabe dieses Wettbewerbs in die Schweiz reisen. Deshalb wurde der Wettbewerb an zwei Tage per Livestream übertragen und in sieben Sprachen übersetzt. Jedes der Teams musste seinen eigenen räumlichen und technologischen Voraussetzungen dafür schaffen. Darunter waren etwa Parcours für motorisierte Rollstühle, Arm- und Beinprothesen, für ein virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung oder für ein Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation. In der Schweiz wurden dafür zwei Orte genutzt, auf dem ETH-Campus Hönggerberg und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne.

Insgesamt 70 Personen waren an Planung und Umsetzung des Cybathlon 2020 beteiligt. „Wir sind stolz, dass wir innert kurzer Frist einen geeigneten Modus gefunden haben, um den Cybathlon für alle Beteiligten sicher durchzuführen und ihnen zu ermöglichen, ihr Können zu zeigen“, so Wettbewerbschef Roland Sigrist.

„Universitäten haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft“, betont ETH-Präsident Joël Mesot in der Mitteilung. „Technologie soll Menschen dienen und nicht umgekehrt. Der Cybathlon ist ein besonders eindrückliches Beispiel, das Menschen und Technik verbindet.“ Auch die nächste Ausgabe des Cybathlon im Jahr 2024 will die ETH Zürich ausrichten.

Florian Hauser vom Schweizer Team HSR enhanced der Hochschule für Technik Rapperswil zählte im Geschicklichkeitsparcours mit motorisierten Rollstühlen wie schon beim Cybathlon 2016 zu den Siegern. Auch das Projekt Circleg wurde prämiert. Es entstand 2018 als Studienprojekt für Industriedesign an der Zürcher Hochschule der Künste und ist heute ein preisgekröntes Start-up. Weitere Sieger kommen aus Kroatien (Armprothesen), aus den Niederlanden (elektrische Muskelstimulation), Südkorea (robotische Exoskelette) und Italien (Gedankensteuerung). mm

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