Dübendorf ZH - Die Herstellung von Zement verursacht rund 7 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Alternative Zementarten verwenden neue Bestandteile, deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit aber weitgehend unerforscht sind. Hier will die Empa Abhilfe schaffen.

Weltweit werden jährlich rund 12 Kubikkilometer Beton produziert, eine Menge, die ausreiche, um den Vierwaldstättersee komplett aufzufüllen, erläutert die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in einer Mitteilung. Bei der Produktion von Zement, dem Hauptbestandteil von Beton, werden pro Tonne rund 700 Kilogramm CO2 freigesetzt, heisst es dort weiter. Insgesamt machten die CO2-Emissionen der Zementindustrie damit derzeit jährlich rund 7 Prozent des Gesamtaufkommens aus.

Alternative Zement- und Betonarten sollen hier Abhilfe schaffen. Eine vielversprechende Alternative sei beispielsweise CSA-Zement aus Calciumsulfoaluminat, erläutert die Empa. Andere Alternativen setzten Abfälle anderer Industriezweige wie Schlacke aus Hochöfen bei der Roheisengewinnung oder aus der metallurgischen Rückgewinnung von Edelmetallen ein. Forscher der Empa arbeiten derzeit an einem Magnesium-basierten Zement, der im Gegensatz zum herkömmlichen Baustoff CO2 sogar binden anstatt freisetzen soll.

„Damit aber solche Ansätze nicht als Nischenprodukte enden, sondern industriell und kosteneffizient produzierbar sind, müssen Analysen zeigen, dass Öko-Zement die gleichen Anforderungen erfüllt wie herkömmliche Produkte“, schreibt die Empa in der Mitteilung weiter. Ihre Forscher analysieren deshalb neue Mischungen auf Kriterien wie Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Hier habe sich bereits herausgestellt, „dass sich mit alternativen Zementarten Beton mit einer vergleichbaren oder sogar besseren Dauerhaftigkeit herstellen lasse“, erläutert Empa-Forscher Frank Winnefeld. Allerdings müssten entsprechende industrielle Prozesse „noch optimiert werden, da sie in vielen Fällen noch zu teuer sind“. hs

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