Zürich - Die Universität St.Gallen hat zum dritten Mal untersucht, wie leistungsfähig Ausgründungen der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) sind. Demnach generieren sie deutlich mehr Arbeitsplätze als der Durchschnitt der Schweizer Start-ups. Und sie werden häufiger übernommen.

 

ethausgründungen

Ausgründungen (Spin-offs) aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) spielen beim Wissenstransfer in die Schweizer Wirtschaft eine wichtige Rolle. Dabei ist die Unterstützung durch die Hochschule mitentscheidend. Zu diesem Ergebnis kommt die dritte Untersuchung der Universität St.Gallen über die Leistungsfähigkeit von ETH-Ausgründungen. Wie es in einer Medienmitteilung der ETH heisst, generieren sie im Durchschnitt 30 Arbeitsplätze. Das sind doppelt so viele wie bei anderen Schweizer Start-ups. Zudem erleben sie mit höherer Wahrscheinlichkeit einen sogenannten Exit, die meisten durch eine Übernahme. 

Die aktuelle Studie basiert auf einer Befragung von ETH-Ausgründungen im Jahr 2018. Sie wurde durch öffentlich zugängliche Informationen ergänzt. Dabei wurden vier Kategorien betrachtet: Human-Resources-Faktoren, Einfluss auf die Wirtschaft und Innovation, finanzielle sowie operative Aspekte.

Demnach sind 91 Prozent der mittlerweile 500 Ausgründungen nach wie vor in der Schweiz ansässig, die meisten davon in Zürich. Eine untersuchte Gruppe von 145 ETH-Spin-offs hat etwa 4500 Vollarbeitsplätze geschaffen, durchschnittlich 30 Stellen. Bei der ersten Studie im Jahr 2008 lag diese Zahl noch bei rund sieben. Spitzenreiter in dieser Kategorie ist die Branche Electrical Engineering & Electronics. Dort ist auch die Anzahl der Patente pro Firma am höchsten. Sie verweisen auf die besondere Innovationskraft dieses Sektors. Mit Abstand am meisten Investorengelder ziehen die Biotech-​ und Pharmaunternehmen an.

Die untersuchte Gruppe von gut einem Drittel der ETH-Ausgründungen hat 2017 insgesamt 900 Millionen Franken Umsatz erwirtschaftet. Hochgerechnet auf alle ETH-Spin-offs dürfte ihr Unternehmenswert nach Angaben der Universität St.Gallen bei gegen 10 Milliarden Franken liegen. Insgesamt 93 Prozent überschreiten die Fünfjahresmarke erfolgreich. Der Frauenanteil bei den Gründungsteams ist seit 2007 gestiegen. Aktuell liegt er bei rund 8 Prozent.

„Es ist erfreulich, wie sich Spin-offs an der ETH entwickeln“, wird der ETH-Vizepräsident für Forschung, Detlef Günther, in der Mitteilung zitiert. „Wir wollen unsere Unterstützungsangebote für Spin-offs in den nächsten Jahren weiter verbessern – im engen Dialog mit den Firmen.“ mm

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