Zürich - Eine Forscherin der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) arbeitet an Schaumstoffalternativen aus organischem Abfall. Daraus könnten künftig Yogamatten, Schuhsohlen und Autoteile umweltfreundlich hergestellt werden.

Zuzana Sediva möchte aus Bioabfall Kunststoffschäume herstellen. (Foto: Stefan Weiss, partners in GmbH / ETH Zürich)
Zuzana Sediva möchte aus Bioabfall Kunststoffschäume herstellen. (Foto: Stefan Weiss, partners in GmbH / ETH Zürich)

 

Bioplastik liegt im Trend. Doch gebe es bisher kaum Alternativen für Schaumstoff, heisst es in einer Mitteilung der ETH. Das will Zuzana Sediva ändern. In einem Labor der Universität entwickelt Pioneer-Fellow Zuzana Sediva derzeit ein neues Verfahren. Sie verarbeitet Bioabfälle zu Schaumstoffen. 

Ihre Lösung ist in doppelter Hinsicht nachhaltig: Bei der von ihr verwendeten Biomasse handelt es sich um ein natürliches Abfallprodukt, unter anderem aus der Landwirtschaft. Dafür müssen also keine Böden bewirtschaftet werden. Ausserdem baut sich organischer Schaumstoff wesentlich schneller ab als Plastikschaumstoff, der aus fossilen Ressourcen hergestellt wird.

Zum Aufschäumen verwendet die tschechische Wissenschaftlerin ein ökologisches Treibmittel aus Gas und Wasser. Das hat sie im Rahmen ihrer Dissertation an der ETH entwickelt und zusammen mit der Hochschule zum Patent angemeldet. Um die gewünschte Elastizität des neuen Materials zu erreichen, muss ein bestimmtes Rezept eingehalten werden. Auch dieses will die Forscherin eventuell patentieren lassen.

Derzeit sucht Sediva nach Industriepartnern für Pilotprojekte. „Ich sehe als Einstiegsmarkt Verpackungen“, wird sie in der Mitteilung zitiert. Ihr Material eigne sich aber auch zur Herstellung von Schuhsolen, Spielzeugen, Yogamatten sowie für die Automobilindustrie und das Bauwesen. mm

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