Zürich - Incon.ai, eine Ausgründung der ETH Zürich, hat das Mauern um die Technologie der Erweiterten Realität bereichert. Das Computerprogramm von Incon.ai hilft den Maurern, Bausteine millimetergenau im Raum zu platzieren. Das macht originelle Bauten mit Mustern und akustischen Effekten möglich.

Das Computerprogramm des ETH-​Spin-offs hilft den Maurern, die Backsteine milimetergenau auszurichten. (Foto: ETH Zürich / Michael Lyrenmann)
Das Computerprogramm des ETH-​Spin-offs hilft den Maurern, die Backsteine milimetergenau auszurichten. (Foto: ETH Zürich / Michael Lyrenmann)

 

Mit der neuen Technologie von Incon.ai können architektonische Kunstwerke entstehen. Sie basiert auf der Erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) und kombiniert die Vorteile von Computer-Design und Handarbeit. Damit lassen sich selbst die ausgefallensten Ideen umsetzen, heisst es in einer Medienmitteilung

Entwickelt hat sie der 33-jährige Robotiker und Pioneer-Fellow der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), Timothy Sandy. Vor kurzem gründete der Software-Entwickler gemeinsam mit Fadri Furrer und Abel Gawel Incon.ai. Derzeit prüft Sandy im Rahmen des Pioneer Fellowship-Programms, wie und für wen diese ETH-Ausgründung ihre Produkte auf den Markt bringen könnte.

Auf der Icon.ai-Software können Architekten ein am Computer erstelltes 3D-Design laden. Während der Arbeit auf der Baustelle richten die Maurer dann eine Kamera auf ihre Konstruktion. Als Endgerät genügt dafür auch ein Smartphone. Die Software erkennt die Bausteine und vergleicht die Position der einzelnen Teile mit jener im virtuellen Design. Auf einem Monitor zeigt sie den Bauarbeitern, wie sie die Bausteine ausrichten müssen.

Zwei Pilotprojekte wurden bereits realisiert, beide nach Entwürfen der ETH-Architekten Gramazio Kohler: die halbtransparente Fassade eines griechischen Weinkellers und die Wände einer Cafeteria des Ingenieurs-, Planungs- und Beratungsunternehmens Basler & Hofmann in Esslingen ZH.

„Im Vergleich zu anderen AR-Lösungen ist die neue Technologie viel präziser“, erklärt Sandy. So erkennt sie Objekte auch dann noch, wenn die Kamera wackelt, etwas die Sicht verdeckt oder sich andere Elemente im Hintergrund befinden. „Dank dieser Technologie können Menschen praktisch genauso exakt bauen wie Roboter.“ mm

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