Schaffhausen - Schaffhausen ist eine Schwarmregion, die Menschen mit innovativen Ideen anzieht. Zugleich wirkt die Region wie ein Nest, das Geborgenheit gibt. Das zeigt eine Studie, die das Gottlieb Duttweiler Institut im Auftrag der Projektgruppe der Entwicklungsstrategie 2030 erarbeitet hat.

Der Kanton Schaffhausen will die Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung der Region sichtbar machen und die Weichen für die Zukunft frühzeitig stellen. Dazu hat er im September das Projekt Entwicklungsstrategie 2030 lanciert. In einem ersten Schritt hat das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) im Auftrag der Projektgruppe ein Zukunftsbild für den Kanton entworfen. Am Dienstag wurde dieses Zukunftsbild vorgestellt.

Die GDI-Autoren weisen in ihrem Papier darauf hin, dass sich die kantonale Standortpromotion bisher vor allem auf die harten Faktoren konzentriert habe. Diese dürften auch nicht vernachlässigt werden. Doch gerade weil der Kanton sich dabei über Jahre hinweg gute Voraussetzungen erarbeitet habe, müsse er nun auch auf die soziale Energie Wert legen. In dieser sozialen Energie liege der Schlüssel für attraktive Regionen der Zukunft. Sie schaffe Lebensqualität und Erfolg.

Schaffhausen stehe dabei gut da. Die GDI-Autoren beschreiben den Kanton sowohl als eine Schwarmregion als auch als ein Nest. Die Schwarmregion ist nach ihrer Definition ein Ort, der Menschen mit innovativen Ideen anzieht. Ein Nest gibt den Einheimischen Geborgenheit und zieht sie im Fall eines Wegzugs wieder an. Dazu solle sich Schaffhausen unter anderem bemühen, die Verbindung zu den Weggezogenen aufrechtzuerhalten. Denn oft hätten diese weiterhin eine emotionale Bindung an die Region.

Dieser neue Ansatz stelle die Behörden vor neue Herausforderungen. Sie würden verstärkt als Moderatoren gebraucht und weniger als Verwalter. Wenn aber Schaffhausen als Region mit Strahlkraft positioniert werde, könne der Kanton auch eine Pionierrolle einnehmen und dem Klischee einer Schlafregion entgegenwirken.

Das Zukunftsbild wird nun im März laut einer Mitteilung in Workshops mit der Bevölkerung diskutiert. Bis zum Sommer sollen Massnahmen und Projekte zur Umsetzung definiert werden. 

Die Entwicklungsstrategie 2030 wird vom Kanton gemeinsam mit der Industrie- und Wirtschaftsvereinigung Schaffhausen (IVS) und anderen regionalen Akteuren getragen. stk

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