Lugano/Zürich - Das Nationale Supercomputing-Zentrum CSCS wird die enorme Datenmenge empfangen und auswerten, die das grösste Radioteleskop der Welt jährlich produzieren wird. Es wird ab Dezember in Südafrika und Australien gebaut. Die Schweiz ist mit Forschenden aus dem ganzen Land an dem Projekt zahlreicher Staaten beteiligt.

Schweizer Konsortium erforscht Beginn des Universums
Schweizer Konsortium erforscht Beginn des Universums

Das breite Schweizer Forschungskonsortium SKACH bereitet sich auf den Start des grössten und ehrgeizigsten Radioastronomieprojekts der Welt, das Square Kilometre Array Observatory (SKAO), vor. Dessen Bau beginnt im Dezember und soll Ende 2029 abgeschlossen sein. Es kombiniert auf Tausenden Quadratkilometern 130'000 Antennen in Australien und 197 Satellitenschüsseln in Südafrika. SKAO soll völlig neue Einsichten über die erste Milliarde Jahre des Universums liefern. 

Die Schweiz ist dem Projekt im Januar als achte Nation beigetreten. Zuvor hatten zahlreiche Schweizer Forschungsorganisationen dessen Entwicklung eng begleitet. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation war Teil der Task Force, die die Struktur der multistaatlichen Organisation entwickelt hat. In der Schweiz wird sie von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) koordiniert, die das Projekt auch in einem Video beschreibt. In ihrem Whitepaper bezeichnete sie SKAO als das „grösste je von Menschen errichtete wissenschaftliche Bauwerk“ und „Eckstein unter den physikalischen Forschungseinrichtungen des 21. Jahrhunderts“. 

Am 3. und 4. Oktober fanden an der Universität der italienischen Schweiz die 6. Swiss SKA Days statt. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter des Schweizer SKA-Konsortiums diskutierten das von der EPFL bereits 2020 beleuchtete wissenschaftliche und industrielle Interesse der Schweiz an diesem ehrgeizigen Projekt. Auch ein Besuch des Nationalen Supercomputing-Zentrums CSCS in Lugano stand auf dem Programm. An SKAO sei „die ganze Schweiz beteiligt, von der Wissenschaft bis zur Datenanalyse, von der Instrumentierung bis zur Kommunikation“, so SKACH-Direktorin Carolyn Crichton gegenüber RSI News.

Zusammen mit anderen Zentren auf der ganzen Welt wird das CSCS mit seinem neuen Supercomputer Alps einen Teil der rund 700 Petabyte grossen Datenmenge empfangen und analysieren. Zum Schweizer Konsortium zählen ausserdem die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), die Universitäten Basel und Genf, die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), das International Space Science Institut Bern und die Hochschule für Engineering und Management des Kantons Waadt (HEIG-VD). mm

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