Theoretisch sollte die vom Autonomous Systems Laboratory (ASL) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelte autonome solarbetriebene Drohne AtlantikSolar mehrere Tage ununterbrochen fliegen können, heisst es in einem Beitrag auf dem Zukunftsblog der ETH. Gemeinsam mit Kollegen aus der Glaziologie der ETH haben die Entwickler die AtlantikSolar zum Praxistest nach Qaanaaq in der Arktis gebracht. Der arktische Sommer mit konstantem Tageslicht sollte dem Projekt Sun2Ice die besten Erfolgsaussichten verschaffen. 

Den Autoren des Beitrags, Gulliaume Jouvet von der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH und Thomas Stastny vom ASL der ETH, zufolge war der Weg zum Erfolg jedoch erst einmal mit Hindernissen gepflastert. So war der bereits im Vorjahr gewählte Landeplatz der Drohne von starken Winterwinden unbrauchbar gemacht worden. Nebel und heftige Windböen setzten der AtlantikSolar darüber hinaus bei ihren ersten Einsätzen heftig zu. 

Der für 24 Stunden geplante Testflug über Qaanaaq musste denn auch wegen Nebel nach 13 Stunden abgebrochen werden. Die zu 60 Prozent volle Batterie zeigte jedoch, dass die Drohne „selbst unter anhaltend schlechten Bedingungen rund 20 Flugstunden“ absolvieren kann, schreiben die Autoren. Vom anschliessenden Einsatz über dem Bowdoin-Gletscher kehrt die AtlantikSolar trotz starker Windböen nach fünf Stunden und 230 Kilometern Flug unbeschadet und mit fast vollem Akku zurück. Zusätzlich hatte sie spannende Aufnahmen eines Gletscherbruchs im Gepäck, die den am Projekt beteiligten Glaziologen einen einzigartigen Datensatz über das Kalben eines Gletschers verschaffen. hs

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