Lugano - Das Jungunternehmen Ierom des italienischen Visionärs Felice Vinati hat sich im Start-up-Inkubator der Universität der italienischen Schweiz (USI) angesiedelt. Es hat den emissionsfreien Helikopter F-Helix entwickelt, dessen Pilotsystem auch ohne Sicht automatisiert fliegen kann. Das würde etwa Rettungsflüge bei Nacht ermöglichen.

Start-up für E-Hubschrauber landet bei USI

 

Der Start-up-Inkubator (Centro Promozione Start-up) der USI in Lugano kann einen neuen und vielversprechenden Zugang verbuchen. Das Unternehmen Ierom SA des italienischen Vertikalflug-Visionärs Felice Vinati hat sich auf dem Campus der USI niedergelassen. Ierom hat den innovativen elektrischen Hubschrauber F-Helix entwickelt, der auch bei Dunkelheit und Nebel fliegen kann.

Ausserdem ist Ierom auch in Il Litorale gelandet, einer im Zentrum Luganos angesiedelten USI-Initiative, die die gegenseitige Befruchtung zwischen der akademischen und der Geschäftswelt fördert. Dort habe Vinati „einen idealen Rahmen für den Austausch mit Akteuren des regionalen und überregionalen Ökosystems gefunden“, heisst es in einer Medienmitteilung von Il Litorale.

Das innovative Potenzial des F-Helix liege nicht so sehr im Konzept eines selbstdrehenden oder elektrisch angetriebenen Fluggeräts. Solche Modelle gibt es bereits. Besonders sei an diesem Helikopter die erhöhte Kapazität der Autorotation und vor allem die Quelle der elektrischen Energie. Sie stammt aus Wasserstoffbatterien. Diese sind nicht nur viel leichter als Lithiumbatterien, sondern wesentlich umweltfreundlicher. Der F-Helix produziert keine Emissionen und benötigt bei Produktion, Vertrieb und Entsorgung eine wesentlich geringere Gesamtmenge an Energie. Entwickelt wurde das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Vertical Lift Research Centre of Excellence der Pennsylvania State University.

Vor allem aber zeichnet den F-Helix sein automatisches Pilotsystem aus. Es verwendet 3D-Technologien und Algorithmen. „Tatsächlich kann er nicht nur manuell gesteuert werden, sondern dank des patentierten iTOWER-Systems und des in der Entwicklung befindlichen WITP-Systems auch fliegen, wenn man wenig oder gar nichts sieht. Vor allem das letztgenannte System wird eine Rettung bei schlechten oder gar keinen Sichtverhältnissen ermöglichen, was heute noch nicht möglich ist“, erklärt Vinati. Der Bau eines Prototypen wird jetzt in Angriff genommen. mm

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