Zürich - Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben den Prototypen eines tragbaren Exomuskels erstmals an Probanden getestet. Die Ergebnisse sind vielversprechend: gesunde und in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkte Personen konnten Arme und Gegenstände sehr viel länger heben.

Das Myoshirt, ein weicher, tragbarer Exomuskel für den Oberkörper, hat sich bei einem ersten Test an Probanden als vielversprechend erwiesen. Es wurde im Sensory-Motor Systems Lab der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt. Der Exomuskel soll Menschen mit Bewegungseinschränkungen mehr Kraft und Ausdauer an Arm und Schulter verleihen.

Wie die ETH auch in einem Video erklärt, erkennt ein intelligenter Algorithmus mithilfe von Sensoren im Stoff, welche Bewegung die jeweilige Person ausführen möchte und wieviel Kraft dafür benötigt wird. Nutzende können die Unterstützung jederzeit individuell abstimmen und steuern.

Bei einem Test mit zehn gesunden und zwei bewegungseingeschränkten Personen waren die Ergebnisse laut einer Mitteilung der ETH vielversprechend: Die Ausdauerzeit habe sich bei gesunden Personen um rund ein Drittel erhöht, bei dem Teilnehmer mit Muskelschwäche um 60 Prozent und bei jenem mit einer Rückenverletzung gar um das Dreifache.

„In einem nächsten Schritt möchten wir unseren Prototyp ausserhalb des Labors in der natürlichen Umgebung der zukünftigen Träger:innen testen und das Gerät mithilfe dieser Ergebnisse weiter verbessern“, wird Michele Xiloyannis vom Myoshirt-Team zitiert. Es arbeitet eng mit der ETH-Ausgliederung MyoSwiss AG zusammen, die ein weiches Exoskelett zur Unterstützung der Beine herstellt und vertreibt. mm

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