Die Standortmarketing-Organisation Greater Zurich Area AG (GZA) hat im Jahr 2021 zusammen mit ihren Partnern der Standortförderungen 125 Unternehmen aus dem Ausland in den neun Kantonen des Wirtschaftsraums Zürich angesiedelt – 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurde nach dem Corona-bedingten Rückgang der Investitionsprojekte im Jahr 2020 das Vorkrisenniveau erreicht. Die angesiedelten Unternehmen haben bereits 582 neue Arbeitsplätze geschaffen und planen, in den nächsten fünf Jahren mehr als 1'800 neue Stellen aufzubauen.

Als Beispiel einer erfolgreichen Ansiedlung wurde an einer Medienkonferenz targens aus Deutschland vorgestellt. Das IT- und Beratungsunternehmen bearbeitet seit Februar 2021 vom Kanton Glarus aus den Markt in der Schweiz und in Liechtenstein.

Nach dem pandemiebedingten Rückgang im Vorjahr (–18%* gegenüber dem Jahr 2019) stieg die Zahl der Ansiedlungen ausländischer Unternehmen von 89* im Jahr 2020 auf 125 im Berichtsjahr (+40%). Es wurden sogar mehr Ansiedlungen verzeichnet als im bisherigen Rekordjahr 2018 (124*). Allerdings sind die beiden Ergebnisse nicht direkt vergleichbar, weil seit 2019 mit dem Tessin ein zusätzlicher Kanton zur Greater Zurich Area gehört.

Die neu angesiedelten Unternehmen haben im Berichtsjahr bereits 582 neue Arbeitsplätze geschaffen, 11% mehr als die 522* Stellen im Jahr 2020. Die Firmen planen, in den kommenden 5 Jahren 1'843 neue Stellen aufzubauen (2020: 1’629*; +13%).

Starker Aufholeffekt nach Corona-Einbruch

«Das sehr gute Ergebnis wurde durch eine starke Aufholbewegung bei Investitionsprojekten geprägt, die im ersten Jahr der Pandemie nicht realisiert werden konnten», erklärt Sonja Wollkopf Walt, Geschäftsführerin der Greater Zurich Area AG (GZA). Zudem beschleunigte die Pandemie das Wachstum vieler Technologiefirmen, wodurch mehr Kapital für eine Expansion nach oder innerhalb Europas verfügbar war. Schliesslich stärkte die Pandemie den Stellenwert von zwei wesentlichen Standortfaktoren des Wirtschaftsraums Zürichs: die Verfügbarkeit von Fachkräften im Technologiebereich und das stabile, verlässliche Umfeld der Schweiz. «Die Strategie der GZA zielt schon seit Jahren auf zukunftsweisende Unternehmen, die in die Greater Zurich Area passen und hier den grösstmöglichen Wert schaffen», so Wollkopf. Neben den Ansiedlungen stimme auch die gut gefüllte Pipeline mit neuen und qualitativ guten Projekten zuversichtlich.

Ansiedlungen nach Technologiebereichen und Herkunft

Die Mehrheit der angesiedelten Unternehmen stammt aus Branchen und Technologien mit hoher Innovationskraft und Wertschöpfung. Spitzenreiter sind dabei Informations- und Kommunikationstechnologien (42), gefolgt von Life Sciences (25, davon 18 Biotechnologie/Pharma und 7 Medizinaltechnik), Maschinenindustrie (inkl. Cleantech, 18) und Finanzdienstleistungen (13). Im Vergleich zum Vorjahr haben die Life Sciences die Informations- und Kommunikationstechnologien als wichtigste «Stellenschaffer» abgelöst (2021: 235 vs. 154; 2020: 87* vs. 200). Ausschlaggebend dafür waren mehrere sehr substanzielle Ansiedlungsprojekte im Bereich Pharma/Biotechnologie und eines in der Medizinaltechnik. 82% der Unternehmen bearbeiten ab ihrem neuen Standort nicht nur den Schweizer Markt, sondern verfolgen internationale Aktivitäten (5% Nachbarländer, 37% Europa, 40% global).

Im Markt USA war der Ansiedlungsrückgang aufgrund der Coronavirus-Pandemie am stärksten. 2020 bedeuteten die 22* Ansiedlungen einen Rückgang um über vierzig Prozent. Umso eindrücklicher ist das Comeback des wichtigsten GZA-Fokusmarktes: Die 42 erfolgreichen Ansiedlungen im Jahr 2021 bedeuten fast eine Verdoppelung (+91%). Auch die beiden wichtigsten Ländermärkte in Europa – Deutschland (+4*) und Italien (+5) legten zu. Hingegen gingen die Ansiedlungen aus China, wo weiterhin strikte Reisebeschränkungen in Kraft sind, um mehr als die Hälfte zurück (-6).

* Abweichungen im Vergleich zum Jahresbericht 2020 aufgrund von Nachmeldungen angesiedelter Unternehmen.

Der Jahresbericht 2021 der GZA ist auf greaterzuricharea.com/2021 abrufbar.

targens Suisse SA stärkt die Fintech-Kompetenz in der Greater Zurich Area

Die Firma targens steht beispielhaft für viele erfolgreiche Ansiedlungen der letzten Jahre. Das IT- und Beratungsunternehmen aus Deutschland gründete im Februar 2021 eine Tochtergesellschaft in Schwanden GL, von wo aus sie den Markt in der Schweiz und in Liechtenstein bearbeitet. targens Suisse SA sieht für die nächsten Jahre ein substanzielles Wachstum verbunden mit dem Ausbau von Arbeitsplätzen vor.

targens bietet Compliance-Services und -Produkte an, mit denen Unternehmen in der Finanzbranche und in der Industrie ein wirkungsvolles digitales Compliance Management implementieren können. Diese können damit regulatorische Anforderungen überwachen, Verletzungen oder Umgehungsversuche erkennen und Sanktionen – wie aktuell gegen Russland – durchsetzen.

«Die zentrale Lage von Glarus zwischen den Finanzplätzen Zürich, Zug und Vaduz ist ideal für targens, um neue Kunden zu gewinnen und zu betreuen», erklärt Ruedi Becker, Chief Business Development bei targens Suisse SA. «Seit den digitalen Erfolgen der Glarner Kantonalbank ist offensichtlich, dass im Glarnerland nicht nur Ziger und Elmer Citro produziert wird, sondern ein geballtes Fintech-Knowhow vorhanden ist.» targens profitiere von diesen Kompetenzen und trage gleichzeitig zu deren Stärkung bei, so Becker. targens wurde von der GZA und von der Kontaktstelle für Wirtschaft des Kantons Glarus bei der Ansiedlung unterstützt.

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Jahresergebnis 2021 Greater Zurich Area

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