From cocoa challenges to next-gen foodtech: How Greater Zurich is shaping the future of sustainable chocolate

Schokolade steht an einem Wendepunkt. Klimawandel, schwankende Kakaoerträge, steigende Kosten sowie soziale Herausforderungen entlang globaler Lieferketten stellen infrage, wie Schokolade produziert, bezogen und konsumiert wird. Was lange als stabiler Genuss galt, steht heute im Zentrum einiger der komplexesten Nachhaltigkeitsfragen des globalen Lebensmittelsystems. 

Artikel von Milo Baker, Director USA bei der Greater Zurich Area

Die Schweiz als Land der Schokolade ist bestens positioniert, um zur Lösung dieser Herausforderungen beizutragen. Als einer der weltweit führenden Innovations- und Talentstandorte mit starken Forschungsinstitutionen, fundierter Expertise in der Lebensmittelindustrie und einem dichten Netzwerk an FoodTech-Innovatoren spielt das Land eine zentrale Rolle dabei, wie Schokolade auch in Zukunft nachhaltig, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig bleiben kann. 

Besonders sichtbar wird dies in der Greater Zurich Area: Die Region vereint erstklassige Forschungsinstitutionen, Industriepartner und aufstrebende Innovationshubs, die disziplinübergreifend zusammenarbeiten, von nachhaltiger Beschaffung und Prozessengineering bis hin zu alternativen Zutaten und Präzisionsfermentation. 

Dieser Artikel knüpft an eine Webinarreihe an, die gemeinsam von Business Location Switzerland, Greater Zurich Area und Branchfood organisiert wurde, und beleuchtet ausgewählte Innovationsansätze in der nachhaltigen Kakaobeschaffung und Schokoladenproduktion, mit Fokus auf die Greater Zurich Area. 

🎥 Sehen Sie sich hier die vollständigen Aufzeichnungen der Webinarreihe an.

Schweizer Schokoladeninnovation: Zukunftsorientierte Forschung mit Tradition

Die Schweiz gilt seit langem als weltweit führende Schokoladennation. Und sie steht auch heute an der Spitze von Forschung und Innovation, wenn es darum geht, Schokolade nachhaltiger zu machen und die Branche an die Anforderungen einer sich wandelnden Welt anzupassen. 

Ein zentrales Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit zwischen Barry Callebaut, einem der weltweit führenden Schokoladenhersteller, und der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Beide Akteure waren Teil der genannten Webinarreihe. Gemeinsam untersuchen sie neue Ansätze für eine nachhaltigere Kakaoherstellung und -verarbeitung. Dabei verbinden sie industrielle Produktionskompetenz mit angewandter Forschung, um ökologische und soziale Herausforderungen entlang der Schokoladen-Lieferketten gezielt anzugehen. 

Diese Kooperation baut auf jahrzehntelanger Expertise am Institute of Food and Beverage Innovation der ZHAW auf. Dort wird seit vielen Jahren zu nachhaltigem Kakao, Sensorik, alternativen Verarbeitungsmethoden und resilienten Produktionssystemen geforscht. Die Schweiz profitiert dabei von ihrer Position als führender Talentstandort: starke Hochschulen und spezialisierte FoodTech-Kompetenz ermöglichen Programme und Forschungsinitiativen, die Innovation kontinuierlich in die Industrie zurückspielen. 

Auch über solche Partnerschaften hinaus treiben Schweizer Forschende neue Ansätze rund um Schokolade selbst voran. Laborbasierte Schokoladenformulierungen zeigen, dass Nachhaltigkeit und Genussqualität kein Widerspruch sein müssen. In Blindverkostungen konnten Schokoladen aus alternativen Herstellungsansätzen mit konventionellen Produkten mithalten, in einigen Fällen diese sogar übertreffen. Ein starkes Signal für das Potenzial wissenschaftsbasierter Innovation im FoodTech-Bereich.

FoodTech players in Greater Zurich ecosystem map
FoodTech Akteure in der Greater Zurich Area

Voraussetzungen für ein einzigartiges Foodtech-Ökosystem

Voraussetzungen für ein einzigartiges Foodtech-Ökosystem

Schweizer Unternehmen spielen in der weltweiten Lebensmittelindustrie eine bedeutende Rolle. Konsumenten wären überrascht, wo überall Schweizer Innovation und Technologie drin steckt. Die Errungenschaften der Schweiz zeigen sich in verschiedenen Aspekten wie der Spitzentechnologie, bedeutenden Patenten und der Infrastruktur.

Von der Bohne zum Durchbruch: Choba Choba und Schokolade aus dem Labor 

Innovation im Lebensmittelsystem findet nicht nur in Forschungseinrichtungen statt. Auch wegweisende Unternehmen aus der Schweiz entwickeln skalierbare Modelle, die Nachhaltigkeit konkret vorantreiben. 

Choba Choba, mitgegründet von Eric Garnier (ebenfalls Speaker der Cocoa Futures Webinarreihe), ist ein besonders gutes Beispiel dafür. Das Unternehmen setzt auf direktes Handeln mit Kakaobauern sowie auf faire Vergütung entlang der Wertschöpfungskette. Dadurch werden lokale Gemeinschaften gestärkt, ohne Kompromisse bei der Produktqualität einzugehen. Choba Choba zeigt, wie Schweizer Unternehmertum globale Lieferketten positiv beeinflussen kann, vom Ursprung bis zum Konsumenten. 

Ein weiterer zukunftsorientierter Ansatz, der in der Greater Zurich Region entsteht, ist laborgestützte Schokolade. Innovatoren wie Food Brewer erforschen, wie zentrale Bestandteile von Schokolade ohne klassischen Kakaoanbau hergestellt werden können. Dieser ist besonders anfällig für externe Einflüsse wie den Klimawandel. Ziel ist es, die Umweltbelastung zu reduzieren und neue Flexibilität in der Produktion zu schaffen. Dieser Ansatz ist Teil eines breiteren Trends rund um Präzisionsfermentation und laborbasierte FoodTech-Innovationen, die zunehmend aus Schweizer Forschungshubs hervorgehen.

Two Swiss businessmen rethink chocolate production. DW Food.

Die dynamische FoodTech-Landschaft der Greater Zurich Area 

Über Schokolade hinaus verfügt die Greater Zurich Area über ein lebendiges FoodTech-Ökosystem, das eine breite Palette an Innovationsfeldern abdeckt, von alternativen Proteinen und Fermentationstechnologien bis hin zu Lieferkettenanalyse und nachhaltigen Verpackungslösungen. Plattformen wie der FoodHUB Wädenswil fungieren dabei als zentrale physische Knotenpunkte innerhalb dieses Ökosystems. Sie bieten Raum für Startups, Forschende und etablierte Unternehmen, um gemeinsam an neuen Lösungen zu arbeiten und Innovationen im Lebensmittelbereich zu beschleunigen. 

Ein weiteres globales Beispiel für die Anziehungskraft der Region ist Aleph Farms, ein international führendes Unternehmen im Bereich kultiviertes Fleisch. Aleph Farms hat sich kürzlich für die Greater Zurich Area als Standort für den Aufbau seiner europäischen Aktivitäten entschieden. Die Ansiedlung unterstreicht die Fähigkeit der Region, FoodTech-Unternehmen anzuziehen und zu skalieren, die auf Nachhaltigkeit und wissenschaftlicher Exzellenz basieren.

Aleph Farms Erfolgsgeschichte in Greater Zurich

Aleph Farms Erfolgsgeschichte in Greater Zurich

Foodtech-Pionier Aleph Farms hat die Greater Zurich Area als Standort für seinen europäischen Markteintritt gewählt. Mit einem neuen Standort und Schweizer Partnern skaliert das Unternehmen die Produktion von kultiviertem Fleisch. Die Entscheidung unterstreicht die Stärken der Region in Biotechnologie, Lebensmittelinnovation und verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Wo die Zukunft der Schokolade entsteht 

Die FoodTech-Landschaft der Schweiz ist dynamisch, kollaborativ und tief in Talent sowie exzellenter Forschung verankert. In der Greater Zurich Area kommen leistungsstarke Labore, angewandte Forschungsprogramme, unternehmerische Initiativen und globale Industrieakteure in einem Ökosystem zusammen, in dem Innovation gedeiht. 

Diese Dichte an Expertise und Zusammenarbeit ist es, die Ambitionen in Wirkung uebersetzt. Hier wird nachhaltige Schokolade nicht nur diskutiert, sondern aktiv entwickelt. Und hier entsteht die Zukunft der Schokolade und des Lebensmittelsystems insgesamt. 

Tauchen Sie tiefer in das Thema nachhaltige Kakaolieferketten ein mit dem Food Navigator Artikel von Elizabeth Crawford, die die Cocoa Futures Webinarreihe moderiert hat.

Ist die Greater Zurich Area bereits auf Ihrem Expansionsradar?

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Wir unterstützen Sie in jeder Phase Ihrer Expansion, von der Standortevaluation bis hin zu individuell zugeschnittenen Fact-Finding-Besuchen. 

Unsere Dienstleistungen sind kostenlos und umfassen unter anderem: 

  • Vernetzung mit zentralen Ansprechpartnern aus Industrie, Wissenschaft und Verwaltung 
  • Unterstützung bei der Standortevaluation für Ihre Unternehmensexpansion
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  • und vieles mehr, individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten