Karlsruhe/Zürich - Eine neue Anlage auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie soll CO2 in festen Kohlenstoff für Hightech-Anwendungen umwandeln. Das CO2 wird dabei mit einer Technologie der ETH-Ausgründung Climeworks aus der Luft geholt.

Mit einer Versuchsanlage am Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) soll ein neuer Prozess zur Reduktion von CO2 in der Atmosphäre getestet werden. Dabei wird zunächst CO2 aus der Umgebungsluft geholt. Anschliessend wird es in das hochreine Kohlenstoffpulver Carbon Black umgewandelt. Dieses kann dann als Rohstoff für Hightech-Anwendungen genutzt werden.

Am Projekt sind mehrere Forschungspartner beteiligt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Zu ihnen gehört auch das Zürcher Start-up Climeworks. Die Firma liefert die Technologie, mit der CO2 aus der Umgebungsluft gewonnen werden kann.

Die Umwandlung von CO2 aus der Luft in Black Carbon hat neben der Reduktion von CO2 in der Atmosphäre und der Produktion eines nutzbaren Rohstoffs auch andere Vorteile für die Umwelt. Bisher wurde Carbon Black nämlich hauptsächlich aus fossilem Erdöl hergestellt.

Climeworks ist eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Die Technologie des Start-ups wird auch in anderen Projekten eingesetzt. Bei diesen wird das aus der Luft gewonnene CO2 verschieden eingesetzt, beispielsweise zur Produktion von sauberem Kerosin oder zur Erzeugung von Sprudeln im Trinkwasser. Das Ziel von Climeworks ist es, bis 2025 rund 1 Prozent der globalen CO2-Emissionen aus der Luft zu holen. ssp

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