Forscher digitalisieren Pathologie und Arzneientwicklung

Zürich - Im Rahmen eines neuen Programms unterstützt die Universität Zürich junge Forschende aus dem Bereich Life Sciences finanziell. Erste Kandidaten für das Programm stehen fest. Sie wollen digitale Technologien für die Pathologie und neue Antibiotika entwickeln.

Im Rahmen des UZH BioEntrepreneur-Fellowships unterstützt die Universität Zürich (UZH) junge Forschende aus dem Bereich Life Sciences bei der Weiterentwicklung einer erfolgsversprechenden Geschäftsidee. Ausgewählte Forscher erhalten in einer Periode von 18 Monaten 150.000 Franken und profitieren zudem von Trainingseinheiten und einem Coaching. Ziel ist es, dass sich Forschende Grundlagen aneignen, um ein eigenes Unternehmen zu gründen und zu führen.

In einer Medienmitteilung stellt die Universität nun die ersten beiden Forscher vor, die für das Programm ausgewählt wurden. UZH-Systembiologe Denis Schapiro will die Pathologie digitalisieren. Er hat eine Software mitentwickelt, welche hilft, komplexe Bilder zu analysieren, die das menschliche Auge überfordern. Die Software kann krankhafte Muster innerhalb von Zellen und Gewebe erkennen. Sie wird bereits in einzelnen Universitäten und Kliniken eingesetzt. Ziel von Schapiro ist es nun, das System so weit zu vereinfachen, dass jeder Pathologe es nutzen kann.

Der zweite ausgewählte Jungforscher ist der Biochemiker Iwan Zimmermann. Er will mithelfen, eine neue Klasse von Antibiotika zu entwickeln, die spezifisch gegen Escherichia coli wirksam ist. Zusammen mit seinen Kollegen hat er bereits ein System entwickelt, das Antikörper identifiziert, die gegen Escherichia coli wirksam sein könnten. Die Methode ist bereits für den Patent eingereicht. Die mit ihr ausgewählten Antikörperkandidaten sollen für den klinischen Gebrauch weiterentwickelt werden.

„Gerade in den Life Sciences ist der Schritt in die Selbstständigkeit mit grossen Risiken verbunden, weil hohe Investitionen in Labors und Materialien notwendig sind. Deshalb wollen wir junge Entrepreneure gerade in dieser ersten Phase stärken, ein Spin-off zu gründen“, wird Maria Olivares zitiert, die im Bereich Forschung, Innovation und Nachwuchsförderung der UZH für das Thema Innovation zuständig ist. ssp

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