Hochschulmedizin Zürich räumt mit Schlafstörungen auf

Zürich - Ein vom Forschungsverbund Hochschulmedizin Zürich erdachtes Stirnband soll die Hirnwellen von Schlafenden messen und mit Peripheriegeräten verbunden sein. Über diese soll das Gehirn mit Signalen für den optimalen Schlaf stimuliert werden.

Das neue Flagschiffprojekt SleepLoop des Forschungsverbunds Hochschulmedizin Zürich will dem weit verbreiteten Übel ungenügend erholsamen Schlafs an den Kragen gehen, schreibt die zum Forschungsverbund gehörende Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) in einer Mitteilung. Neben der ETH gehören auch die Universität Zürich (UZH) und die universitären Spitäler dem Verbund an. 

SleepLoop soll die Hirnwellen von ruhenden Menschen messen und dem Gehirn Impulse geben, den Schlaf zu vertiefen und die Schlafqualität zu verbessern. Gegenteilige Impulse für oberflächlicheren Schlaf könnten zudem beispielsweise bei der Bekämpfung von Depressionen eingesetzt werden. Den Forschern schwebt ein tragbares, auch zu Hause einsetzbares Gerät vor. Damit könnte nicht nur die Schlafforschung erleichtert werden. Auch viele Senioren könnten das Gerät gut gebrauchen. 

„Gerade ältere Menschen klagen oft über Schlafstörungen“, wird  Walter Karlen, Professor für mobile Gesundheitssysteme, in der Mitteilung zitiert. „Wir möchten deshalb herausfinden, ob auch Seniorinnen und Senioren von der auditiven Stimulation profitieren.“ 

Ein weitere Anwendung sehen die Forscher in der Bekämpfung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson. Hier kann ein verbesserter Tiefschlaf die Bewegungsstörungen lindern und so die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. hs

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