RUAG schickt erste 3D-gedruckte Komponente zum Mond

Zürich - Das Raumfahrtunternehmen RUAG Space aus der Greater Zurich Area hat eine 3D-gedruckte Triebwerkhalterung für einen Mondlander der israelischen SpaceIL entwickelt. Damit wird erstmals eine 3D-gedruckte Komponente auf dem Mond landen.

Am 18. Februar soll der Mondlander des israelischen Privatunternehmens SpaceIL seine Reise zum Mond starten. Die Landung ist nach einer zweimonatigen Reise im Weltall vorgesehen. Das Raumfahrzeug soll Fotos und Videos sowie Daten über das Magnetfeld des Mondes zurücksenden.

Das Triebwerk des Mondlanders wird von einer Aluminiumstruktur von RUAG Space in richtiger Position gehalten. Das Zürcher Raumfahrtunternehmen hat die Struktur mit dem 3D-Drucker hergestellt. Die Struktur wird einer Mitteilung von RUAG Space zufolge die erste 3D-gedruckte Komponente sein, die auf dem Mond landet. „Unsere 3D-Komponente wird die Landung und den Start des Raumfahrzeugs auf dem Mond unterstützen“, erklärt Peter Guggenbach, CEO von RUAG Space.

Mit dem 3D-Druck können Produkte laut Guggenbach schneller und kostengünstiger produziert werden als mit herkömmlichen Verfahren. Ausserdem ermögliche das Verfahren die Herstellung von leichteren Metall- oder Kunststoffteilen. Und das Gewicht sei ein entscheidender Faktor in der Raumfahrtindustrie: „Je leichter ein Satellit, desto geringer die Kosten. Jedes Kilogramm weniger spart Geld, da weniger Energie für den Transport des Satelliten in seine Umlaufbahn benötigt wird“, so Guggenbach.

RUAG Space entwickelt bereits seit 2014 Raumfahrtkomponenten auf Basis von 3D-Druck. ssp

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