Topadur gewinnt Swiss Economic Award

Interlaken BE - Topadur hat den Swiss Economic Award 2018 in der Kategorie Hightech/Biotech gewonnen. Das Unternehmen aus der Greater Zurich Area will 2022 das erste Produkt auf den Markt bringen und in drei Jahren an die Börse gehen, erklärte Gründer Reto Naef bei der Preisverleihung.

Einer der drei Preise des diesjährigen Swiss Economic Awards geht in den Bio-Technopark Schlieren-Zürich. Die 2015 gegründete Topadur Pharma AG erhält den Preis in der Kategorie Hightech/Biotech. „Ihre Forschung ist bahnbrechend“, begründete Jury-Mitglied Marcel Widrig von der Unternehmensberatung PwCdie Wahl. Unternehmensgründer und Geschäftsführer Reto Naef und sein Team arbeiteten mit Herzblut an der Lösung eines Weltproblems. Der Markt sei gross. Die Entwicklung von Topadur hätte das Potential, „eine Million Menschen vor der Amputation zu bewahren“, so Widrig. Die Jury sei aber auch beeindruckt vom Unternehmergeist Naefs. „60 ist das neue 30“, sagte Widrig unter Anspielung auf das Alter von Naef.

Reto Naef bedankte sich bei der Übergabe des Preises bei seinem „extrem motivierten Team“, aber auch bei den bisherigen Investoren. Er kündigte an, 2022 mit dem ersten Produkt an den Markt gehen zu wollen. Die grösste Hürde sei gerade überwunden worden: Der Wirkstoff habe den toxikologischen Test bestanden. „Wir können unseren Wirkstoff nicht überdosieren.“ In drei Jahren solle Topadur auch bereit zum Börsengang sein. Doch neue Investoren seien schon heute willkommen. „Wir haben noch Platz“, rief er in den Saal. Von den Mitgliedern der Award-Jury hätten sich bereits zwei zu Investitionen bereiterklärt.

Topadur entwickelt innovative Produkte zur Behandlung schwer heilender Wunden. Es arbeitet aktuell an zwei vielversprechenden Kandidaten. Der Wirkstoff TOP-N53 soll Diabetikern zugutekommen. Der Wirkstoff kann bei chronischen Fusswunden helfen und somit auch Amputationen vermeiden. TOP-N44 verhindert die Narbenbildung. Doch Naef denkt bereits an ein nächstes Projekt, diesmal in der Augenheilkunde. Ein neuer Wirkstoff könne die Augendurchblutung verbessern und Erblindungen verhindern. „Wir haben den Wirkstoff schon“, sagte Naef. Dafür könne in Basel ein eigenes Unternehmen gegründet oder eine Filiale Topadurs gegründet werden.

Schlierens WirtschaftsfördererAlbert Schweizer gratuliert Topadur. „Reto, Schlieren gratuliert dir und dem ganzen Team von Topadur für diesen Award!“, sagte er in einer ersten Reaktion. „Einen sicher weiteren grossen Meilenstein auf dem Weg, Milionen von Diabetikern das Leben zu retten.“ 2013 hatte mit Virtamedbereits ein anderes Schlieremer Unternehmen den Preis gewonnen.

Der Swiss Economic Award 2018 in der Kategorie Produktion/Gewerbe ging an das Lausanner Jungunternehmen L.E.S.S. Es hat eine Beleuchtungstechnologie entwickelt, die auf nanoaktiven optischen Fasern beruht und unter anderem in der Uhren- und der Automobilindustrie genutzt werden kann. Die Berner Fairtiqhat den Preis in der Kategorie Dienstleistung gewonnen. Die App des Unternehmens ermöglicht es Nutzern, das öffentliche Verkehrssystem zu nutzen, ohne sich um Tickets kümmern zu müssen. Sie erkennt die zurückgelegte Reise und rechnet automatisch ab. stk

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