Trump kommt nach Davos

Washington/Davos - Donald Trump wird am diesjährigen Weltwirtschaftsforum teilnehmen, das am 23. Januar beginnt. Er will in Davos seine America First-Strategie erläutern. Trump ist nach Bill Clinton der zweite amtierende US-Präsident, der das Forum besucht.

Das diesjährige Weltwirtschaftsforum (WEF) darf mit einem prominenten Gast rechnen. Wie das Weisse Haus am Dienstagabend mitteilte, wird auch Donald Trump teilnehmen. „Er begrüsst die Gelegenheit teilzunehmen und seine America First-Agenda mit den Führern der Welt zu diskutieren“, sagte Sarah Sanders, die Pressesprecherin des Präsidenten, in einem Pressebriefing. „Und er freut sich sehr darauf, Teil dieses Prozesses zu sein“, fügte sie hinzu. Die Einzelheiten des Besuchs und die Teilnehmerliste der amerikanischen Delegation würden noch festgelegt. 

Trump hatte während seiner Wahlkampagne das WEF als ein Treffen der globalen Eliten abgelehnt. Der Präsident habe seine Meinung auch nicht geändert, sagte nun Sanders. Er werde seine Politik in Davos genauso vertreten wie bei anderen Gelegenheiten. „Der Präsident ist noch immer 100 Prozent fokussiert und steht zu einer Politik, welche die Stärke der amerikanischen Unternehmen und des amerikanischen Arbeiters fördert“, so Sanders.

Wie das WEF in einer eigenen Mitteilung schreibt, werde Trump von wichtigen Ministern und vielen Senatoren und Mitgliedern des Repräsentantenhauses begleitet werden. Insgesamt würden rund 350 Regierungsvertreter nach Davos kommen, darunter über 60 Staats- und Regierungschefs. Das WEF-Jahrestreffen der Chefs der wichtigsten global tätigen Unternehmen dauert vom 23. bis zum 26. Januar. Es steht unter dem Leitwort „Eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt schaffen“. 

Trump ist damit der zweite amtierende amerikanische Präsident, der am WEF teilnimmt. Zuvor war bereits Bill Clinton im Jahr 2000 nach Davos gekommen. Vor einem Jahr war das Jahrestreffen von Xi Jinping eröffnet worden. Der chinesische Präsident verteidigte in seiner Rede die Globalisierung, forderte aber auch ein neues Modell der internationalen Zusammenarbeit. „Alle Länder sollen sich entwickeln können. Aber sie müssen aufhören, ihre eigenen Interessen auf Kosten anderer zu verfolgen“, so Xi Jinping damals. Sein Auftritt war auch als Antwort auf die protektionistischen Töne angesehen worden, die Trump während seiner Präsidentschaftswahlkampagne angeschlagen hatte. stk

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