Zürcher Forscher entwickeln Flüssigtreibstoff für Computer

Zürich - Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und von IBM Research haben eine winzige Flussbatterie entwickelt. Diese kann Computer antreiben und gleichzeitig kühlen.

Die Batterie ist nur 1,5 Millimeter dünn, heisst es in einer Medienmitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Bei einer Flussbatterie werden zwei flüssige Elektrolyte verwendet, aus deren elektrochemischer Reaktion Strom erzeugt wird. Die von ETH-Forschern gemeinsam mit Wissenschaftlern von IBM Research in Rüschlikon ZH entwickelte Batterie kann für künftige Computer genutzt werden. Ihre kleinen Abmessungen machen sie für dicht gepackte elektronische Komponenten bestens geeignet. Daher könnten sie bei Computerchipstapeln eingesetzt werden.

„Die Chips werden quasi mit einem flüssigen Treibstoff betrieben und produzieren daraus ihren eigenen Strom“, wird Dimos Poulikakos, Professor für Thermodynamik an der ETH, in der Mitteilung zitiert. Ein weiterer Vorteil entsteht durch die verwendeten Elektrolyte. Diese können auch als Kühlmittel genutzt werden. Bei Anwendungen für Computer kann somit überschüssige Wärme abgeführt werden. „Wir sind die ersten Wissenschaftler, die eine so kleine Flussbatterie bauen, um damit Stromversorgung und Kühlung zu kombinieren“, heisst es von Julian Marschewski, einem Doktoranden aus der Forschungsgruppe von Poulikakos. Darüber hinaus ist auch die Leistungsfähigkeit der Batterie angesichts ihrer Grösse aussergewöhnlich.

Neben künftigen Computern gibt es noch eine Reihe weiterer möglicher Anwendungsgebiete. So könnte die Flussbatterie direkt in Solarzellen integriert werden oder für den Betrieb von Lasern genutzt werden. Bislang sind Flussbatterien meist sehr gross. Doch auch hier könnte die Entwicklung der Zürcher Forscher zu Optimierungen führen. jh

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