Zürcher Technologie erleichtert Musikunterricht

Zürich - Das Zürcher Start-up Bonsai Systems hat eine Technologie entwickelt, die Musikern hilft, ihre Spielweise zu verbessern. Die Entwicklung soll in erster Linie im Musikunterricht helfen. Nun wird sie an der Wissenschaftsmesse Scientifica vorgestellt.

Die Technologie von Bonsai Systems besteht aus verschiedenen Sensoren, die am Instrument angebracht werden, sowie einer App. Die Sensoren messen Bewegungen und Kraftverhältnisse, die vom Spieler des Instruments ausgeübt werden. Sie sind etwa am Mundstück von Trompeten oder am Kinnhalter der Geige angebracht. Dank einer Funkübertragung werden die gemessenen Daten auf eine App auf dem Mobiltelefon oder Tablet gesendet. Dort werden sie in Echtzeit dargestellt. Während Musiker ihr Instrument spielen, können sie so immer wieder einen Blick auf die Daten werfen.

Ziel der neuen Technologie ist es, den Musikunterricht zu vereinfachen, wie es in einer Mitteilung heisst. Anfänger bei Blasinstrumenten versuchen, hohe Töne beispielsweise oft durch einen erhöhten Anpressdruck der Lippen zu erzeugen. Die Technologie hilft, die richtige Spieltechnik zu finden. Aber auch geübte Musiker können von der Technologie profitieren. „Wir sahen einen Geiger, der den Kinnhalter mit unglaublichen fünf bis zehn Kilogramm belastet“, erklärt Tobias Grosshauser, Mitgründer von Bonsai Systems. Der Durchschnitt liegt bei zwei bis drei Kilogramm. Die falsche Belastung des Kinnhalters hätte später zu gesundheitlichen Problemen führen können, denen so vorgebeugt werden konnte.

Bonsai Systems, eine Ausgründung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), wird ihre Entwicklung Anfang September an der Scientifica vorstellen. Die Messe widmet sich der aktuellen Forschung rund um Daten. ssp

Interaktive Industrie Karte
Erfolgsgeschichten
+41 44 254 59 59
3:44 am
+1 415 655 1045
3:44 am
+86 21 6235 1889
3:44 am

Subscribe to our newsletter (englisch)