Shire

Shire ist eines der weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen in der Versorgung von Patienten mit seltenen und komplexen Erkrankungen. Das global tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Irland betreibt seit Mai 2014 in der Greater Zurich Area in Zug ein internationales Headquarter mit Aktivitäten in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing. Wir sprachen mit Rute Fernandes, General Manager Shire Switzerland GmbH.

Welche Herausforderungen beschäftigen Shire derzeit am meisten?

Das Therapiegebiet der seltenen Erkrankungen stellt Betroffene, Ärzte und Unternehmen insgesamt vor große Herausforderungen. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die Kostenerstattung seitens der Behörden und Krankenkassen mitunter schwierig gestaltet. Häufig sind nur eine Handvoll Patienten von einer bestimmten seltenen Erkrankung in der Schweiz betroffen. Anders als in Deutschland wird "Orphan Drugs", also Arzneimittel für die Behandlung seltener Krankheiten, hierzulande leider nicht automatisch einen Zusatznutzen bescheinigt bzw. sie sind nicht sofort ab Swissmedic Zulassung vergütet. Daher müssen Ärzte und Patienten in der Schweiz teilweise sehr viel länger auf den Einsatz eines neuen Medikamentes warten, während z. B. deutsche und französische Patienten bereits davon profitieren. Um neue Therapien auch in der Schweiz umgehend anwenden zu können, sind wir auf die zügige Arbeit lokaler Behörden angewiesen. Die Tatsache, dass die Expertise für eine seltene Erkrankung oft selbst "selten" ist, darf nicht dazu führen, dass der Zugang zu “Orphan Drugs“ langsamer erfolgt als der Zugang zu Arzneimitteln für häufigere Indikationen. Für uns stehen die Patienten und ihre Bedürfnisse an erster Stelle. Wir arbeiten unermüdlich daran, Therapien zu entwickeln, die einen entscheidenden Unterschied für die Patienten und all jene bedeuten, die sie auf ihrem Weg unterstützen. Unser Anliegen ist es, das Leben dieser Menschen verbessern.

Was sind die wichtigsten laufenden Entwicklungen bei Shire?

Derzeit laufen weltweit mehr als 40 Forschungsprojekte in 45 Ländern (70 % Forschung im Feld seltene Erkrankungen; 17.000 eingeschlossene Patienten; 20 % Kinder). Auch weltweite Forschungskooperationen sind nach wie vor von sehr großer Bedeutung und treiben spannende Entwicklungen und Forschungsansätze voran. Vor allem unsere Forschungsaktivitäten im Bereich Gentechnik bieten ganz neue Ansatzpunkte für Therapieverfahren.

Was waren für Shire die entscheidenden Standortfaktoren, sein internationales Headquarter in der Greater Zurich Area anzusiedeln?

Die Entscheidung für den Standort Zug haben wir aus strategischen Gründen getroffen. Zu diesen zählen geschäftliche Gründen, wie der Zugang zu einem Pool von hochausgebildeten Arbeitskräften und eine attraktiven Infrastruktur. Steuern sind nur einer von vielen Standortfaktoren, die wir in Erwägung ziehen. Wie hilfreich war die Unterstützung des Kantons Zug bei der Standortfindung? Wir haben eine sehr gute, enge und bis heute andauernde Zusammenarbeit mit Herrn Guido Bulgheroni von der Volkswirtschaftsdirektion Zug, der für die Kontaktpflege mit den Unternehmen zuständig ist. Wir konnten alle Fragen an ihn richten, weshalb die Gründung unserer Niederlassung wirklich sehr reibungslos verlief.   

Was verspricht diese Niederlassung von Shire in der Greater Zurich Area für die Zukunft?

Shire betrachtet das Schaffen von attraktiven Arbeitsplätzen als essentiell für unser eigenes Team und unseren gemeinsamen Unternehmungserfolg. Unsere Niederlassung in Zug – wie alle unsere Niederlassungen weltweit – liegt an einem zentralen Ort mit Zugang zum öffentlichen Nahverkehr, nicht weit von wichtigen Kunden und Geschäftspartnern, sowie in Reichweite von lokalen Biowissenschaftlern und Ressourcen. Die Möglichkeit, an einem attraktiven Ort zu arbeiten, bedeutet unseren Mitarbeitern und Shire sehr viel. Ein attraktiver Arbeitsplatz wirkt wie ein Magnet für talentierte Mitarbeiter, fördert die Produktivität, definiert unser Image intern und extern und sorgt für ein gutes Gefühl. Es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen einem leistungsstarken Unternehmen und einem attraktiven Arbeitsplatz.

Wie findet Shire die geeigneten Fachkräfte?

Die zahlreichen in der Schweiz ansässigen Pharma- und Biotechnologieunternehmen bilden innerhalb Europas ein innovatives und forschungsstarkes Technologiecluster. Allein dadurch besteht bereits ein großer Anreiz für hochqualifizierte Arbeitnehmer, sich hier vor Ort zu orientieren. Im Umkehrschluss nutzen wir eben diesen Effekt, um am Standort Schweiz Unternehmenssparten, wie Forschung und Entwicklung, Produktion (in Neuchâtel), Vertrieb und Marketing auszubauen.

Können Sie vom Life-Sciences-Umfeld in der Greater Zurich Area und der Schweiz als Unternehmen profitieren? Haben Sie Kooperationen mit ansässigen Hochschulen und Unternehmen?

Shire erhöht gegenwärtig seine Investitionen zur Förderung von lokalen Talenten. Seit 2016 arbeitet Shire mit lokalen Universitäten zusammen, um Absolventen der Biowissenschaften ein festes, sechsmonatiges Praktikum anzubieten. Aus unserer Sicht ist das eine gute Möglichkeit, Universitätsabsolventen zum Zeitpunkt ihres Eintritts in den Arbeitsmarkt mit der notwendigen Arbeitspraxis auszustatten. So förderten wir 2017 acht Praktikanten, in 2018 werden es 8 Praktikanten sowie 2 Auszubildende sein.

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«Die zahlreichen in der Schweiz ansässigen Pharma- und Biotechnologieunternehmen bilden innerhalb Europas ein innovatives und forschungsstarkes Technologiecluster.»

Rute Fernandes, General Manager Shire Switzerland GmbH

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