Das Standortmarketing der Greater Zurich Area AG (GZA) und ihrer Partner in den Mitgliederkantonen leistet einen positiven Beitrag zur «qualitativen und nachhaltigen Entwicklung» des Wirtschaftsraums Zürich. 

Das Standortmarketing der Greater Zurich Area AG (GZA) und ihrer Partner in den Mitgliederkantonen leistet einen positiven Beitrag zur «qualitativen und nachhaltigen Entwicklung» des Wirtschaftsraums Zürich. Zu diesem Schluss kommt ein Expertenbericht des Beratungsunternehmens EY, der heute veröffentlicht wurde. Von 2009–2021 wurden durch aus dem Ausland angesiedelte Unternehmen direkt fast Zehntausend neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch Multiplikatoreffekte entstanden indirekt sogar schätzungsweise mehrere Zehntausend Stellen, vor allem in den jeweiligen Ökosystemen. Neben zusätzlichen Steuereinnahmen wirken sich die Ansiedlungen positiv auf die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsraums aus.

Die Präsidentin der GZA-Stiftung und Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh nimmt den EY-Bericht zum Ansiedlungserfolg der GZA mit grosser Befriedigung zur Kenntnis: «Der internationale Wettbewerb um die besten Unternehmen und Talente wird seit Jahren hart geführt. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass sich unser proaktives und kantonsübergreifendes Standortmarketing positiv auf die Entwicklung unseres gemeinsamen Wirtschaftsgrossraums Zürich niederschlägt.»

Die Kernaussagen des EY-Berichts:

  • Fast 10'000 neue Arbeitsplätze seit 2009: Im Zeitraum von 2018–2021 wurden 445 Unternehmen aus dem Ausland durch das Standortmarketing in der Greater Zurich Area angesiedelt. Diese haben 2'014 neue Stellen geschaffen. Im gesamten Zeitraum von 2009–2021 wurden direkt netto 9'426 neue Arbeitsplätze geschaffen. Durch einen so genannten Multiplikatoreffekt dieser in der Regel sehr qualifizierten neuen Arbeitsplätze geht EY davon aus, dass durch die Ansiedlungen indirekt mehrere Zehntausend Stellen im Wirtschaftsraum geschaffen wurden.
  • Nachhaltiger Ansiedlungserfolg durch direkte Akquisition: Von den zwischen 2018-2021 angesiedelten 445 Unternehmen waren Ende 2021 noch 90% in der Greater Zurich Area aktiv. Die Überlebensrate ist deutlich höher als der Durchschnitt aller in der Schweiz gegründeten Unternehmen. Dieser liegt zwei Jahre nach Unternehmensgründung bei 70% und nach fünf Jahren bei 60%. EY bezeichnet das Ansiedlungsergebnis deshalb als «sehr nachhaltig». Der Grossteil (knapp 70%) aller Ansiedlungen kam dabei durch die direkte Ansprache der jeweiligen Unternehmen durch die GZA im Ausland bzw. durch Empfehlungen aus den durch die GZA aufgebauten Netzwerken zu Stande.
  • Hohe Konstanz: Trotz jährlicher Schwankungen und der Coronavirus-Pandemie wurden zwischen 2018–2021 im Durchschnitt 111 Unternehmen pro Jahr abgesiedelt. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Vorperiode (2014–2027) mit durchschnittlich 92 Ansiedlungen pro Jahr.
  • Starke internationale Ausrichtung: 73% der zwischen 2018–2021 angesiedelten Unternehmen haben ein Aktivitätsspektrum, das über die Schweiz hinausgeht, 63% über Europa hinaus. Eine höhere Internationalität der Unternehmen treibt in der Regel das Anforderungsprofil der Mitarbeitenden und damit die Kompetenzen und das durchschnittliche Lohnniveau, was sich positiv auf das geschaffene Steuersubstrat auswirkt. Die angesiedelten Unternehmen liefern damit einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Beitrag an die Entwicklung der Metropolitanregion Greater Zurich Area.
  • Hohe Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit und ESG: Bei ihrer gezielten Ansprache von Unternehmen im Ausland berücksichtigt die GZA auch deren ESG-Kriterien. Eine erste Bestandesaufnahme von EY zeigt deshalb, dass die angesiedelten Unternehmen dem Thema Nachhaltigkeit und ESG grosse Bedeutung beimessen: Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen hat bereits mindestens ein Nachhaltigkeitsziel.
  • Substanzielle Steuererträge trotz gesunkener Steuertarife: Dem Wirtschaftsraum Greater Zurich Area haben die Neuansiedlungen in der Betrachtungsperiode 2018–2021 Steuererträge (Individualsteuern auf Einkommen und Vermögen sowie Unternehmenssteuern; ohne Bundessteuern) in der Höhe von CHF 57 Mio. gebracht, was leicht über dem Niveau der letzten Periode 2014-2017 (CHF 55 Mio.) liegt.
  • 1 investierter Franken bringt 7.3 neue Steuerfranken: Für die kombinierte Periode 2009-2021 stehen dem Standortmarketing direkt anrechenbare Gesamtkosten der öffentlichen Hand (Investitionen in die GZA und Kosten der im Standortmarketing tätigen Arbeitnehmenden der öffentlichen Körperschaften) von CHF 89 Mio. neue Steuererträge von rund CHF 647 Mio. gegenüber. Mittelfristig generiert also jeder ins Standortmarketing investierte Franken rund 7.3 Franken zusätzliche Steuererträge.

Analyse von EY erlaubt längerfristigen Blick auf das Standortmarketing

Im Auftrag der Stiftung «Greater Zurich Area Standortmarketing», analysierte das Beratungsunternehmen EY zum dritten Mal nach 2014 und 2018 die Ergebnisse des Standortmarketings durch die operativ tätige Greater Zurich Area AG (GZA) und ihrer kantonalen und städtischen Partner. Neben der Analyse der GZA-Tätigkeit im Zeitraum von 2018–2021 lassen sich auch Vergleiche mit den Vorperioden (2009–2013 und 2014–2017) sowie aufschlussreiche Aussagen für die kombinierte Periode von 2009–2021 und somit zu einer mittel- bis längerfristigen Wirkung des Standortmarketings machen.

EY erkennt in diesen «politisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten» (Pandemie, Krieg in der Ukraine, Energiekrise etc.) ein starkes strategisches Anpassungsbedürfnis von international tätigen Firmen und bezeichnet dieses auch als «Chance für den Wirtschaftsraum Greater Zurich Area». Der Erklärungsbedarf zu den Standortvorteilen sei aber auch gestiegen – die proaktive und fokussierte Standortstrategie der GZA hält EY deshalb für «sehr wertvoll und wichtig».

Medienkontakt

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Reto Sidler Potrait
Reto Sidler
Senior Advisor