Zernez GR - Der Schweizerische Nationalpark (SNP) ist eines der fünf Referenzgebiete, wo neue digitale Technologien zum Schutz der Natur erprobt werden. Dafür haben die IUCN, das grösste Umweltnetzwerk der Welt, Huawei Schweiz, die Porini Foundation und der SNP eine Partnerschaft geschlossen.

Nationalpark
Bild:Parc Naziunal Svizzer

 

Der Schweizerische Nationalpark wird ein Pilotprojekt beherbergen. Es soll die Effizienz des Naturschutzes durch den Einsatz modernster Technologie steigern. Dafür haben sich laut einer Medienmitteilung die International Union for Conservation of Nature (IUCN), der Schweizerische Nationalpark, die Non-Profit-Organisation Porini Foundation und der Technologiepartner Huawei Schweiz zusammengeschlossen.

Dieses Projekt ist unter dem Dach der globalen Tech4Nature-Partnerschaft zwischen der IUCN und Huawei angesiedelt. In diesem Rahmen werden neue und jeweils massgeschneiderte digitale Technologien in fünf verschiedenen Referenzgebieten erprobt. In der Kategorie Alpine Site wurde der Schweizerische Nationalpark ausgewählt. Der im Kanton Graubünden gelegene Park ist als strenges Naturschutzgebiet (IUCN-Kategorie Ia) ausgewiesen und bildet einen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Engiadina Val Müstair. Er ist das erste Gebiet in der Schweiz, das in Anerkennung seiner vorbildlichen Leistung für den Naturschutz und in der Erforschung der Alpenregion in die Grüne Liste der IUCN aufgenommen wurde.

Im ersten Arbeitsbereich wird geprüft, wie Künstliche Intelligenz bei der Auswertung von Bildern der 1,5 Millionen Kamerafallen im Nationalpark helfen kann. Der zweite Arbeitsbereich wird digitale Werkzeuge zur Messung, Verifizierung und Bewertung der Klimaschutzbeiträge des Schutzgebiets erforschen. Ziel ist, Zertifikate für jede Tonne CO2 bereitzustellen, die vom Park kompensiert wird. Später soll diese Lösung weltweit Anwendung finden. Die Porini Foundation wird eine digitale Validierung für Marktplatztransaktionen dieser Zertifikate entwickeln.

Das im Schweizerischen Nationalpark gesammelte Erfahrungswissen soll sowohl national wie global geteilt und möglichst repliziert werden. „Mit dem Einsatz moderner Technologien kann der Schweizerische Nationalpark seine Aufgaben im Naturschutz, in der Forschung und in der Öffentlichkeitsarbeit effizienter erfüllen“, so sein Direktor Ruedi Haller. „Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Partnern zur Entwicklung dieser Technologien beizutragen und dieses Know-how später auch anderen Schutzgebieten zugänglich zu machen.“ mm

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