Die Schweiz führt die Rangliste der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaft der Welt an. Sie hat die Corona-Krise besser bewältigt als andere Länder. Die vom Lausanner IMD seit 1989 herausgegebene Liste wurde zuvor von Singapur angeführt.

Switzerland
Bild: Henrique Ferreira

 

Die Corona-Krise hat die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften weltweit stark beeinflusst. Das spiegelt sich auch in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder, welche die IMD Business School in Lausanne im 33. Jahr herausgibt.

Erstmals steht die Schweiz in dieser Rangliste an erster Stelle der 64 untersuchten Volkswirtschaften. Sie überholt damit Singapur, das auf den fünften Platz herabrutscht. „Obwohl die Schweiz im Kampf gegen die Pandemie langsam war, hat sie ihr künftiges Wirtschaftswachstum nicht aufs Spiel gesetzt, sondern eine disziplinierte Finanzstrategie beibehalten und nicht zu viel ausgegeben“, wird Arturo Bris, Direktor des IMD Zentrums für globale Wettbewerbsfähigkeit, in einer Mitteilung zum Bericht zitiert. 

Die Schweiz punktet laut ihrem Länderprofil gerade auch mit ihrer Infrastruktur, der derzeit besten der Welt. Bei der Effizienz der öffentlichen Verwaltung ist sie die Nummer zwei, bei der Effizienz der Geschäftstätigkeit Nummer fünf. Auch bei der Wirtschaftsleistung gehört sie als Nummer sieben unter die besten weltweit. 

Das starke Abschneiden in der derzeitigen Rangliste macht den Rückgang der vergangenen Jahre wieder gut. 2018 war die vormalige Nummer zwei auf den fünften Platz gefallen und hat sich seither wieder hochgearbeitet.

Dennoch steht auch die Schweiz 2021 vor Herausforderungen. Dazu gehört die rasche Erholung nach der Krise ebenso wie die Offenhaltung der Märkte und die Abwehr des Protektionismus. Der Wettbewerb auf dem eigenen Binnenmarkt müsse gestärkt werden, um die Produktivität anzuheben. Die Nachhaltigkeit der Sozialwerke und vor allem des Rentensystems müsse gestärkt werden.

Hinter der Schweiz folgen Schweden auf Platz zwei – ein Plus von vier Plätzen –, Dänemark und Norwegen. Zu den Aufsteigern gehören auch Taiwan, das um drei Plätze neu auf Rang acht steht, und China, das um vier Plätze auf Rang 16 vorrückt. Deutschland steigt um zwei Plätze auf Rang 15.

Das IMD erarbeitet die Rangliste in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerinstituten in 58 Ländern. Die Rangliste basiert auf 334 Kriterien. stk

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