Lugano/London - Die ETH-Ausgründung Synhelion spannt mit dem britischen Maschinenbaukonzern Wood zusammen. Gemeinsam wollen sie synthetische Solartreibstoffe schneller zur Marktreife bringen. Der Markteintritt ist für 2023 vorgesehen.

More than 2000 mirrors direct the sunlight to the top of the Jülich solar towers. Source: DLR
Mehr als 2000 Spiegel lenken das Sonnenlicht auf die Spitze der Jülich-Solartürme. Quelle: DLR

Synhelion hat eine Partnerschaft mit dem britischen Maschinenbaukonzern Wood geschlossen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Das Ziel ist es, klimafreundliche Solartreibstoffe schneller auf den Markt zu bringen.

Synhelion, eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), hat ein solarthermisches Verfahren zur Herstellung von synthetischen Treibstoffen entwickelt. Das Verfahren scheidet CO2 und Wasser direkt aus der Umgebungsluft. Mit Prozesswärme aus konzentriertem Sonnenlicht werden die chemischen Verbindungen gespalten und in Synthesegas umgewandelt. Dieses lässt sich zu Treibstoff weiterverarbeiten, der in gängigen Motoren verbrannt werden kann.

Synhelion hat sein Verfahren 2019 erstmals unter realen Bedingungen mit einer Anlage auf dem Dach der ETH getestet. Seither hat das Unternehmen mit Sitz in Lugano die einzelnen Komponenten der Technologie auf industrielle Grösse skaliert und weitere Verfahren zur Herstellung von synthetischen Treibstoffen entwickelt. Dank der Partnerschaft mit Wood sollen die Solartechnologien von Synhelion mit den neuartigen Wasserstoff-Reformierungsreaktor-Technologien von Wood zusammengeführt werden. Dies soll die Marktreife beschleunigen. Synhelion plant den Markteintritt seiner Solartreibstoffe bis 2023.

Synhelion und Wood wollen noch im laufenden Jahr ein System am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Jülich in Betrieb nehmen. Dort soll die Produktion von Synthesegas in industriellem Massstab demonstriert werden. Die Anlage soll auch zur Produktion von solarthermischem Wasserstoff eingesetzt werden.

„Mit unseren solaren Treibstoffen möchten wir einen effektiven Beitrag zur Reduktion der CO2- Emissionen im Mobilitätssektor leisten“, lässt sich Gianluca Ambrosetti, CEO von Synhelion, zitieren. Neben Wood hat Synhelion auch Partnerschaften mit zahlreichen anderen Unternehmen geschlossen. Zu diesen zählen auch der Flughafen Zürich und die Fluggesellschaft Lufthansa. Auch am Flughafen Zürich ist eine Testanlage geplant, die ab 2023 synthetischen Treibstoff produziert soll. Den Treibstoff will der Flughafen abkaufen und für seine Fahrzeuge und Maschinen einsetzen. ssp

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